Wasser – Projekt 2


«Alles bleibt im Fluss» - auch auf Nationalstrassen

Nico Eihsler Abteilungsleiter Roboter/Grossliner, Arpe AG, Buckten

In der Planungsphase der Instandsetzung der Fahrbahn, Kunstbauten und BSA wurden die Entwässerungsanlagen der Nationalstrasse A3 Murg-Walenstadt unter die Lupe genommen. Die Arpe Landquart begleitet das Projekt von 2018 – 2021 und steht der ARGE MAHA bei der Umsetzung beratend zur Seite.

Die Arpe AG ist ein hochqualifiziertes Unternehmen und hat alle Schweizerischen Zertifikate in der Kanalsanierung erlangt, sei es für Inliner aus Glasfasern oder Nadelfilz oder Roboter-Arbeiten. So ausgestattet ist sie für das ASTRA der ideale Partner, um die ihr anvertrauten Dienstleistungen auf dem Nationalstrassenabschnitt Murg-Walenstadt hochprofessionell und in höchster Qualität auszuführen. Es handelt sich um Unterhaltsarbeiten, welche im Jahr 2018 begannen und noch bis ins Jahr 2021 andauern werden. Hierbei werden an den Entwässerungsanlagen sämtliche Schäden, Hindernisse und Abnutzungen dokumentiert und auf dieser Grundlage der Massnahmenplan ergänzt und umgesetzt.

Die Firma Arpe darf sämtliche Leitungen in diesem Abschnitt der Nationalstrasse hydrodynamisch reinigen und sehr stark verkalkte Leitungen mit Robotern ausfräsen. Roboter kommen überdies für die Reparaturen in den Entwässerungsleitungen zum Einsatz, welche die Ausbesserung von Rissen und Scherbenbildungen umfasst sowie die Abdichtung undichter Muffen. Einzelne Schäden an der Entwässerungsanlage werden auch mit Edelstahl-Manschetten repariert. Hierbei werden Manschetten, welche aussen mit einer speziellen Gummiummantelung eingepackt sind, mit einem Kamera- oder Roboterfahrwagen in das Rohr eingeführt und auf den Zentimeter genau im Rohr platziert. Dann wird die Manschette an der Schadstelle aufgeweitet und die Gummiummantelung fest an das Rohr gepresst. Nach diesem Vorgang ist die Stelle, an der die Manschette angebracht wurde, wieder zu 100 Prozent dicht. Das dritte in den Unterhaltsarbeiten angewendete Verfahren dient auch der Abdichtung. Hierbei wird ein Schlauch, ein sogenannter Inliner, in das Rohr eingezogen oder eingeblasen und anschliessend mit UV-Licht oder Wärme ausgehärtet.

Schon während der Planung aller Arbeiten auf der offenen Fahrstrecke fällte man den Beschluss, jedes Jahr eine Fahrspur instand zu stellen. Begonnen hat die Firma Arpe als ausführendes Organ im Jahr 2018 mit der «untersten» Fahrspur Richtung Norden und dem Pannenstreifen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Arbeiten auf der Fahrbahn Richtung Norden noch im Gang, und dies sogar auf der Überholspur. In den Jahren 2020 und 2021 werden die zwei oberen Fahrspuren Richtung Süden instandgesetzt.

Bei der Koordination der Arbeiten ist es der Arpe gelungen, sich in die Baustellenbereiche zu integrieren und die anstehenden Unterhaltsarbeiten am Tag zu realisieren. Einzig die Arbeiten an den Entwässerungsanlagen im Tunnel konnten bisher ausschliesslich nachts ausgeführt werden. Und was tagsüber nicht fertiggestellt werden konnte, wurde von flexiblen und stets gut gelaunten Mitarbeitern kurzerhand auch in einer Nachtschicht erledigt.

Dank einer sehr nahen und offenen Kommunikation mit unserem Auftraggeber und der Bauleitung konnten die bisherigen Arbeiten sehr rasch und unkompliziert umgesetzt und an sich verändernde Situationen angepasst werden. Auf diese Weise konnte ein optimales Endergebnis mit minimalem Aufwand erreicht werden.

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