Verkehr - Projekt 4


Curea sorgt für Sicherheit im Gotschnatunnel

Peter Casparis
Bereichsleiter Verkehr, Curea Elektro AG, Landquart

Anlässlich der Instandsetzung des Gotschnatunnels durfte die Curea Elektro AG im Auftrag des ASTRA provisorische und definitive Installationen von BSA-Anlagen vornehmen.

Der 4,2 km lange Tunnel Gotschna befindet sich auf der N28, der Autostrasse Landquart–Klosters/Selfranga, und ist Teil der 6,5 km langen Umfahrung Klosters. Da in zwei Deformationszonen geologisch bedingte Quellerscheinungen auftraten, waren diverse Instandhaltungsarbeiten am Tunnel zu verrichten. Die Curea Elektro AG durfte darum im Zeitraum von April 2019 bis Juni 2020 in drei Bauzeitfenstern die Installationen von Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) vornehmen.

Die erwähnten Bauarbeiten beschränkten sich auf eine Länge von ca. 530 m des Tunnels. Dabei wurden die Fahrbahn (mit Querungen) und die Bankette inklusive Kabelrohranlagen komplett entfernt und später wieder neu aufgebaut. Bedingt durch die baulichen Arbeiten mussten alle Kabel in den Kabelrohranlagen aus den entsprechenden Bauabschnitten entfernt werden. Betroffen waren auch sämtliche Kabelaufstiege und Wandmontagen.

Das Projekt umfasste die provisorischen und definitiven Kabelverlegungen in drei Bauabschnitten und beinhaltete folgende Teilschritte:

  • Das Erstellen des Kabeltragsystems im Sicherheitsstollen (SiSto) zur Aufnahme der provisorischen und definitiven Kabelanlagen
  • Das Erstellen von Kabeltrassen beziehungsweise das Erweitern der bestehenden Trassesysteme in den Querverbindungen zur Umlegung der Kabelanlage des Tunnels zum Sicherheitsstollen
  • Den Auszug aller Kabel aus den Kabelrohranlagen, Querungen, Kabelzugschächten und Aufstiegen in den entsprechenden Bauabschnitten

Die Transitkabel wurden temporär über den Sicherheitsstollen geführt. Die Sekundärversorgungen erfolgten über den bestehenden Kabelkanal (Beleuchtungskanal). Nach dem jeweiligen Abschluss der baulichen Teilsanierungen wurde der Tunnel wieder geöffnet und die sicherheitsrelevanten BSA-Anlagen wieder in Betrieb genommen. Die besonderen Herausforderungen bei diesem Projekt bestanden darin, den engen Terminplan einhalten zu können. Die Curea Elektro AG musste im Zweischichtbetrieb mit je zwölf Mann arbeiten, um die geforderten Ziele zu erreichen. Des Weiteren wurde das Team während den Vorarbeiten zu den Bauetappen 1–3 im Dezember 2019 von grossen Schneemengen überrascht. Der Zutritt in den Sicherheitsstollen konnte erst nach einer grossen Schneeräumungsaktion erfolgen. Die Curea Elektro AG bedankt sich beim Bauherrn und bei der Bauleitung für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen. Darüber hinaus geht ein Dankeschön an das Kabelzug- und das Montageteam für ihren tatkräftigen Einsatz und ihr Engagement trotz schwieriger Bedingungen.

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